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Arabians' Stud Esteves
Drüpplingserstr. 2
58640 Iserlohn

Dalmatinerzucht von Arabians' Stud

Neben unserer Araberzucht züchten wir auch noch Dalmatiner. Diese wunderschöne Rasse ist wie zugeschnitten auf uns und unsere Pferde.
Sie sehen einfach schön aus, haben ein außergewöhnliches Profil und sind sehr treu. Unsere "Dalmis" sind sehr familienfreundliche Hunde, vor allem sind sie sehr kinderlieb. Wir haben selbst zwei Kinder und es ist immer wieder herrlich mit anzusehen, wie sie miteinander spielen. Sie sind nicht nachtragend, sind immer freundlich und freuen sich immer über jede Zuneigung und menschlichen Kontakt.
Diese Hunde sind der ideale Partner, wenn wir mit unseren Pferden ausreiten, u.a. auch deswegen, weil sie sehr gerne laufen. Kurz gesagt - ein absoluter Familienhund!

Wir legen deshalb sehr viel Wert auf die Charaktereigenschaften der Dalmatiner sowie aber auch auf das Profil und Gebäude, sodass es für uns nicht immer einfach ist den geeigneten Rüden für unsere "DalmiDamen" zu finden. Die Welpen aus den Anpaarungen unserer Zucht sind allesamt gesunde, wesensstarke und freundliche, kurzum gesagt, rassetypische Dalmatiner.

Diese sind die wesentlichen Kriterien, die einen idealen Begleiter und Familienhund ausmachen. Wir legen ebenfalls viel Wert darauf, wer die zukünftigen Hundebesitzer sind und ob diese auch die Anforderungen der Rasse der Dalmatiner erfüllen und Ihnen ein schönes Zuhause mit Anschluss an die Familie bieten können.

Mit dem Erreichen der 8. Lebenswoche geben wir unseren kleinen Nachwuchs (geimpft, entwurmt, AEP untersucht, u.s.w.) an die neuen Besitzer ab. Für den idealen Start mit dem neuen Welpen, erhält jeder unserer Welpenkäufer alle notwendige Papiere mit auf den Weg, welche die Untersuchungen dokumentieren. Wir haben für unsere Käufer auch immer noch eine kleine Überraschung parat.

Wir sind jederzeit für alle Fragen, die auftreten (ob vor, während oder nach dem Kauf!) ansprechbar und möchten den Kontakt zu unseren Welpenkäufern halten. Deshalb ist uns auch ein gutes Verhältnis zu Ihnen sehr wichtig. Denn unser Wunsch ist es, dass Sie unsere begonnene Arbeit sorgsam fortsetzen und dass „unsere” Welpen ein schönes Leben bei Ihnen verbringen dürfen

 

Der Dalmatiner - auch ein Jagdhund?

Vorwort: Am 19. Juli 2008 hat unser Rüde Joker von Arabians' Stud in Baden- Württemberg als jüngster Teilnehmer mit herausragendem Erfolg eine Prüfung abgelegt, die heute für einen Dalmatiner – leider – eine absolute Seltenheit geworden ist: die „Brauchbarkeitsprüfung“.

Es handelt sich hierbei um eine sehr anspruchsvolle Jagdhundeprüfung. Nur Hunde, welche diese Prüfung bestehen, sind vom Gesetzgeber als „brauchbare Jagdhunde“ anerkannt. Und lediglich diese Hunde dürfen – so die zwingende Vorgabe des Gesetzgebers – bei Such-, Drück- und Treibjagden sowie bei der Bejagung von Federwild jagdlich überhaupt mitgeführt sowie bei Nachsuchen entsprechend eingesetzt werden.

Grund für diese strenge Selektion ist insbesondere mit Blick auf Nachsuchen das tierschützerische Bestreben, über Hunde zu verfügen, welche verletztes (nicht selten angefahrenes) Wild rasch und sicher unter Umständen auch über weite Strecken aufzuspüren vermögen. Absoluter Gehorsam der Jagdhunde ist Voraussetzung für alle zu prüfenden Fächer wie etwa das Apportieren, die Wasserarbeit, die Standruhe, die Leinenführigkeit und nicht zu vergessen die wohl wichtigste Arbeit, die Schweißarbeit (in der Prüfung eine künstlich gelegte Rehwildfährte).

Der nachstehende Artikel verfolgt dabei das Ziel, eine Lanze für den Dalmatiner als eine der sehr alten Jagdhunderassen zu brechen. In jüngerer Zeit immer mehr zum Sofa- oder bestenfalls Begleithund degradiert und rein als Modehund gezüchtet, gerät eines immer mehr in Vergessenheit: nämlich dass es sich bei dem Dalmatiner eigentlich um einen Jagdhund mit phantastischen Fähigkeiten handelt, der in der Lage ist, in nahezu jeder jagdlichen Disziplin Höchstleistungen zu erbringen.

Daher hoffe ich, dass der folgende kleine Bericht von „Joker“ vielleicht den einen oder anderen Leser dazu anspornt, diese wundervollen Hunde nicht nur als Familienhund einzusetzen, sondern auch bei dem ein oder anderen den Dalmatiner das sein zu lassen und dafür einzusetzen wofür sie dank jahrhunderte alter Zucht geboren sind: für die Jagd!

gez. Dr. jur. Ursula-Isabel von der Grün

Joker von Arabians' Stud auf der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde Joker von Arabians' Stud auf der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde


„Hallo Leute, mein Name ist Joker von Arabians' Stud. Geboren bin ich in der mustergültigen Zuchtstätte der Familie Esteves im schönen Nordrhein-Westfalen. Mit 8 Wochen bin ich dann nach Süddeutschland umgezogen, wo ich mich seither den Hobbys und Aktivitäten meiner neuen Familie mit Begeisterung mit widme.

Obgleich ich von klein auf zunächst die Welpenspielgruppe und später die Folgegruppen unseres örtlichen Hundesportvereins besucht habe und ich dies dank des tollen Angebots auch immer noch gerne und mit Engagement tue, war meine absolute Lieblingsbeschäftigung von Anfang an ein anderes Hobby: die Jagd. „Mein“ Vorbild in der Familie war dabei stets die unter anderem jagdlich voll ausgebildete und geprüfte junge Dalmatinerhündin „Lady“ – ihre außerdem bestandene Begleithundeprüfung, sowie ihre Siege und diversen Plazierungen im Turnierhundesport seien hier nur am Rande erwähnt.

Mit einer super Nase ausgestattet und pfeilschnell beim Apport zu Wasser und zu Lande, war sie immer mein persönliches Vorführmodell. Und wehe, wenn ich in Obhut des Restes der Familie daheim bleiben musste, weil meine Lady auf Nachsuche eingesetzt wurde …. . Da war ich wirklich außer mir. Aber es sollte schneller als gedacht der Tag kommen, an dem ich die Chance erhielt, zu zeigen was in mir steckt. Ca. 4 Wochen vor dem denkwürdigen 19. Juli 2008 fiel einer der vierbeinigen Kandidaten für die diesjährige Brauchbarkeitsprüfung der Kreisjägervereinigung überraschend aus.

Und so kam es, dass ich einen der heiß begehrten und hart umkämpften – da zahlenmäßig eng begrenzten – Startplätze für die Prüfung ergatterte. Zu dieser Prüfung werden grundsätzlich eigentlich nur Hunde derjenigen Rassen zugelassen, deren Verbände aktuell dem Jagdgebrauchshundverband angeschlossen sind. Hunde anderer Rassen wie etwa der Dalmatiner benötigen – obwohl über lange Zeiträume als Jagdhunde gezüchtet – eine Ausnahmegenehmigung von oberster Stelle, um in solch einer Prüfung überhaupt an den Start gehen zu dürfen. In der Praxis wird eine solche Sondergenehmigung aber fast nie erteilt. Daher war es schon eine Art persönliche Auszeichnung für mich, dass man mich – nach eingehender Vorbesichtigung an einem der diesjährigen Trainingstage der Kreisjägervereinigung – überhaupt auf die Prüfungslonglist setzte und mich schließlich zur Prüfung zuließ.

Am frühen Morgen des 19. Juli wurde es dann ernst. Kaum hatte ich Frauchens grüne Jagdhosen erspäht – ein untrügliches Zeichen sage ich Euch für die Genüsse die da kommen … – quetschte ich mich sofort durch die Haustüre ins Freie und saß auch schon unverrückbar neben dem Auto und bettelte um Einlass. Für Frühstück und derartige Nebensächlichkeiten hatte ich da trotz leckersten Angebots einfach keine Zeit mehr. Selbst als mir Frauchens Mama noch ein frisch geschmiertes Leberwurstschnittchen hinterher trug – eigentlich eine meiner Lieblingsdelikatessen – lehnte ich ab. Wenn es auf die Jagd geht, kenne ich sonst nichts mehr. Das ist meine Berufung – meine Passion!

Endlich ging es los. Frauchen hoffte, alles Prüfungszubehör auch wirklich im Auto zu haben und ich packte mich vorsorglich noch selber mit ein. Vor Ort angekommen wurden die insgesamt dreizehn Prüfungsteilnehmer von einem sechsköpfigen Richterteam sowie deren Helferteams begrüßt. Alles ging furchtbar streng und zügig zu. In der Nacht hatte es sehr stark und langanhaltend geregnet. Eine nicht gerade förderliche Tatsache für die überwiegend bereits am Vorabend vor der Prüfung von den Richtern und deren Helferteams gelegten Schweißfährten. Diese wurden so regelrecht ausgewaschen. Die Verantwortlichen beschlossen daher nach Erledigung der Formalitäten, umgehend mit den Schweißfährten als erste Prüfungsdisziplin zu beginnen. Zugleich wurde verkündet, dass Hunde, welche auch nur eine einzige der zahlreichen Disziplinen nicht bestehen würden, sofort mit Nichtbestanden von der Prüfung ausgeschlossen und heimgeschickt würden. Na das ging ja schon gut los. Frauchen und ich landeten dann auch noch in der Prüfungsgruppe, welche von den Deutsch-Drahthaar-Richtern angeführt wurde – seeehr erfahrene Richter; denen entging wirklich nichts.

Nachdem die Schweißfährten ausgelost waren und mein Frauchen für mich die Fährte mit der Nr. 1 gezogen hatte, durfte ich denn auch gleich mit der ersten Teildisziplin loslegen. Ein kleines Schmunzeln des dreiköpfigen Richterteams begleitete uns, als mein Frauchen mich am künstlich gelegten Anschuss ansetzte und mit dem Kommando „such verwund“ auf die Fährte schickte; Tja, einen Dalmatiner sieht man eben nicht alle Tage in einer Jagdhundeprüfung. Umso verblüffter war die Truppe, als ich ohne zu zögern auf das Kommando hin anzog und mit Frauchen am Ende des ca. 6 m langen Schweißriemens im Wald verschwand. Die Fährte war lang und hart. Frauchen hatte überdies die Aufgabe, Schweißspuren und etwaige „Wundbetten“ zu melden. Nicht ganz einfach, wenn alles weitgehend ausgewaschen ist oder die Fährte durch Gestrüpp führt. Das ganze ging dann auch noch über Berg und Tal. Ich zog unbeirrt mit tiefer Nase voran, Frauchen nebst Richterteam im Schlepptau. Im Rahmen meiner Ausbildung war ich zum Glück geschult worden, nicht irgendwie neben, sondern genau auf der Fährte zu laufen. Dies ermöglichte mir nun ein unbeirrtes Fortkommen.

Und was soll ich Euch sagen: Nach gerade einmal 11 Minuten war ich am Ziel. Vor mir lag ein wunderschönes Reh. Und von den Prüfern war nur noch zu hören „11 Minuten?!“ – An diese Zeit kam an diesem Tag bei den Übernachtfährten niemand mehr heran. Rund 16 Minuten brauchte der zweitschnellste Hund in dieser Disziplin! Der Schnitt lag, bedingt durch die schwierigen Witterungsbedingungen, bei über 20 Minuten und weit mehr. Die längste noch bestandene Schweißprüfung dauerte fast 1 Stunde. Überhaupt forderte die schwierige Prüfung an diesem Tag wieder einmal trotz allen Trainings ihren Tribut. So zog einer meiner vierbeinigen Mitstreiter mit bester aktueller Jagdhundeabstammung am Anschuss, dem Beginn der Schweißfährte, erst gar nicht an. Ein weiterer ging in schönster Suchhundemanier im Wald „Gassi“ und führte sein Herrchen komplett in die Irre – beide Teams schieden leider sofort aus. Beim Apport zu Lande verschwand ein anderer meiner vierbeinigen Kollegen samt Wild im Fang im Wald … Er kam schließlich ohne selbiges im Maul wieder. Und wie es uns weiter erging? Nun, Frauchen und ich durften die Prüfung in immer mehr Teildiziplinen ablegen. Das bedeutete, wir mussten jeweils weiter sein. Ganz gleich was kam, ich zeigte mich nur von meiner besten Seite.

Die Richter blickten mich immer verblüffter an. Zwischendurch entfuhr einem der Richter ein leises „Wahnsinn“ als er mich bei der Arbeit auf einer der Prüfungswiesen beobachtete. Nach fast sieben Stunden, in denen wir ständig auf Abruf für die einzelnen Teildisziplinen standen, war es vollbracht. Die Prüfung war beendet. Niemand hatte uns vorab nach Hause geschickt. Damit stand fest, ich musste bestanden haben. Stellte sich nur noch die Frage nach dem berühmten wie. Das fragten sich im Übrigen alle noch in der Prüfung verbliebenen Teams. Der Blick der Prüfungsteilnehmer war daher mit Spannung auf die sich anschließende Schlussbesprechung mit Preisvergabe und Überreichung der Prüfungszeugnisse gerichtet. Selbst der stellvertretende Landesjägermeister im Landesjagdverband war eigens zur Abschlussbesprechung angereist – eine große Ehre, die wieder einmal zeigt, dass das Hundewesen und somit die Ausbildung und Bereithaltung brauchbarer Jagdhunde einen hohen Stellenwert im Landesjagdverband hat. Schließlich war es soweit.

Der Prüfungsleiter stand auf und verkündete: „1. Preis mit Höchstpunktzahl: Joker von Arabian´s Stud, geführt von … .“ Frauchen fiel beinahe in Ohnmacht. Trotz meiner extremen Leichtführigkeit und meiner enormen Arbeits- und Einsatzfreude hätte Frauchen niemals zu hoffen gewagt, dass ich als jüngster Teilnehmer die Prüfung mit solchem Erfolg ablege. So meine Lieben, das war´s für heute. Vielleicht spornt mein kleiner Bericht ja einige von den Lesern an, in jagdlicher Hinsicht auch etwas mit ihren Dalmatinern zu unternehmen. Unsere jagdliche Passion ist ungebrochen. darum lasst uns diese falls irgend möglich bitte ausleben. Der Dank meines Frauchens gilt nicht nur einem neutralen Prüferteam, das uns ausschließlich an der Leistung gemessen und uns so diesen Erfolg ohne Missgunst gegönnt hat. Er gilt auch meiner Züchterfamilie Esteves, die sich – mit Erfolg – unermüdlich darum bemüht, klassische Dalmatiner zu züchten, welche nicht nur im Typ überzeugen sondern überdies auch noch unverfälscht über wirklich alle Eigenschaften und Fähigkeiten dieser wunderbaren Rasse verfügen.


Euer Joker von Arabians' Stud